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Erfahrungen Sumpfbeet

Verfasst: Do 14. Feb 2019, 19:43
von Delphi
Hallöchen,
ich bin gerade dabei ein Sumpfbeet anzulegen. Dabei ging mir der letzte Sommer durch den Kopf.
Meine daraus resultierenden Fragen an diejenigen die schon länger so ein Sumpfbeet haben.

1. Was passiert wenn das Beet komplett austrocknet? Kommen die Pflanzen wieder wenn es wieder nass wird?

2. Oder führt ihr Wasser zu? Im letzten Jahr wäre das wohl Trinkwasser gewesen da die Regentonnen ja auch leer waren. Vertragen die Sumpfpflanzen Leitungswasser?

3. Gibt es Sumpfpflanzen die hart im nehmen sind?

Bin gespannt auf eure Erfahrungen.

Re: Erfahrungen Sumpfbeet

Verfasst: Fr 15. Feb 2019, 08:12
von Gartenphilosophin
Spannende Frage.

Re: Erfahrungen Sumpfbeet

Verfasst: So 17. Feb 2019, 13:21
von Yorela
Ich hab leider noch kein Sumpfbeet, aber einen Sumpfkübel. Der war letztes Jahr auch manchmal recht wasserlos und ich hab mit Wasser aus der Regentonne aufgefüllt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Leitungswasser schädlich ist. Regenwasser ist sicher besser aber garkein Wasser sicher schlechter :lol: In anderen Gartenbereichen nimmt man ja notfalls auch Leitungswasser, wenn es nicht anders geht.
In den Kübel hatte ich Echten Eibisch (Althea officinalis) und Goldfelberich (Lysimachia punctata) gepflanzt. Die schienen nicht allzu empfindlich zu sein, sind wunderbar gewachsen und haben schön geblüht.

Re: Erfahrungen Sumpfbeet

Verfasst: So 17. Feb 2019, 19:48
von Ommertalhof
Hallo zusammen , wenn ein tiefes Sumpfbeet mit rhizomtribenden Sumpfpflanzen bestückt ist , sind Trockenperioden , auch über Monate kein Problem .
Mit "Tief" meine ich , dass die Sperrschicht , am einfachsten Teichfolie mindestens 30cm unter dem Wasserspiegel liegt . Auf der Folie sollte ein leichtes Substrat , zb. Splitt oder Perlkies liegen . Der Wasserstand über dem Substrat sollte 5-15cm betragen .
Praktisch ist es , wenn eine Dachrinne angeschlossen ist . Das überschüssige Wasser kann aus dem Sumpfbeet laufen und versickern .
Robuste Sumpfpflanzen für Wasserstand 0- 20cm unter Wasser sind zB. : Menyantes trifoliata , Caltha palustris , Iris pseudacorus , Potentilla palustris , Acorus calamus .
Für 0 bis 10 cm über Wasser zB.: Lytrum salicaria , Lysimachia vulgaris , Trollius europaeus , Persicaria bistorta .
Man sollte keine "normale" Erde einfüllen . Darin sind zuviele Nährstoffe enthalten . Das führt sehr schnell zu einer Artenverarmung bei den Sumpfgewächsen , vergleichbar mit der Hotspotzone .

Re: Erfahrungen Sumpfbeet

Verfasst: Mo 18. Feb 2019, 22:15
von GmiasObstTierla
Mein Sumpfbeet ist is zur Folie ca. 50-55cm tief ausgehoen worden, speichert also schon eine Menge Wasser. Ich musste aber schon alle 2-3 Wochen Wasser nachkippen, weil es erst frisch angelegt worden ist im Herbst 2017 bzw. Frühjahr 2018. Die Pflanzen haben alle überlebt.

Sobald das eingewachsen ist und das Erdreich viel Samen der bewünschten Arten enthält, ist meiner Meinung nach ein Neustart nach absoluter Trockenheit auch kein Problem. Ist bei einer Dachbegrünung ja auch spannend, alle paar Jahre den Reset-Knopf zu drücken. Dann starten wieder die Pioniere und erst später übernimmt die davor übliche Vegetation. Sukzession macht auch Artenvielfalt.

Ich habe die Erde bei mir "umgedreht" verglichen mit vorher: Etwas nährstoffreicher unten, nährstoffarm in der Mitte und frischer Kies ganz oben auf. Damit stören vorhandene Samen wegen der Kiesdecke nicht und ich muss wenig jäten. 2019 soll der Graben aber auch als Sichtschutz für die Terrasse dienen, da dürfen die Pflanzen auch höher werden (Mädesüß, Blutweiderich und Wasserdost, für die untere Etage Sumpfvergissmeinnnicht, Schachbrettblume, Sumpfstorchschnabel und Iris).

Re: Erfahrungen Sumpfbeet

Verfasst: Di 19. Feb 2019, 04:07
von maleficum
meine Pfützen sind alle nicht tief. Absichtlich als Sumpf angelegt, sind zwei. Eine im Vordergarten, da hatte ich einen Baumangel, bis ich den fand - verlor ich anfänglich viel Wasser. Mittlerweile ist es gefunden und behoben, da dies in voll Sonne steht, füll ich ab und zu mit Wasser auf. Dort tranken viele Wespen.
Die zweite Größere ist im hinteren Gartenbereich. Wird null gepflegt und liegt größtenteils im Halbschatten, nähe Totholzstapel. Ich hoffe es wird einen "Natürliche" Versumpfung stattfinden, da fällt Laub hinein und wird nicht heraus gefischt. Ein Experiment *ja* , sehe oft Vögel dort

Re: Erfahrungen Sumpfbeet

Verfasst: Di 19. Feb 2019, 11:26
von Yorela
maleficum hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 04:07
Die zweite Größere ist im hinteren Gartenbereich. Wird null gepflegt und liegt größtenteils im Halbschatten, nähe Totholzstapel. Ich hoffe es wird einen "Natürliche" Versumpfung stattfinden, da fällt Laub hinein und wird nicht heraus gefischt. Ein Experiment *ja* , sehe oft Vögel dort
Da bin ich gespannt und hoffe, du hälst uns weiter auf dem Laufenden, denn sowas ähnliches hab ich auch geplant. Ich wollte das Sumpfbeet über eine Rinne mit dem Wasser von unserem Fahrradschuppen-Dach speisen und den Rest soll die Natur alleine machen. :-D

Re: Erfahrungen Sumpfbeet

Verfasst: Di 19. Feb 2019, 13:51
von maleficum
Gerade eben war ich im hinteren Teil des Hortus, meinen Weihnachtsbaum auf den Totholz stapel werfen, da komm ich direkt an der zukünftigen Sumpfpfütze vorbei, voll Haselnussblätter, voll Eis - aber die Entengrütze treibt bereits nach oben, kann nicht mehr lange dauern bis Frühling
*lach*